Case Study
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Preisoptimierung in einem Shop mit mehreren Besucherquellen

Alle Online Händler wissen sehr gut:
Die Höhe des Preises hat häufig und bei fast allen Artikeln einen starken Einfluss auf Besucherzahlen, Konvertierung, Umsätze und schließlich auch auf die Gewinne eines Shops.

Die große Frage ist aber:
Bei welchen Artikeln soll ich, als Online Händler, meine Preise anheben, um über die höhere Marge unter dem Strich mehr Gewinn zu machen?
Und bei welchen Artikeln soll ich meine Preise senken, um über den zunehmenden Umsatz mehr Gewinn zu machen?

Die entscheidenden Stichworte dabei sind: „Preiselastizität“ und „Preissensitivität“.

In fast allen Shops gibt es zwischen den Artikeln starke Unterschiede in den Preiselastizitäten. Gründe dafür sind unter anderem die unterschiedlichen Besucherquellen, das Wettbewerbsumfeld und die SEA-Einstellungen.

Im nachfolgenden Bild sieht man an der linken Seite einen Artikel mit starker Preiselastizität. Der Preis, bei dem der Gewinn maximiert wird, hat eine relativ geringe Marge.
Auf der rechten Seite sieht man hingegen einen Artikel mit einer schwachen Preiselastizität. Der optimale Preis hat hier demnach eine deutlich höhere Marge.

In Shops, die über möglichst geringe CPC auf Google Shopping Besucher anlocken, ist die Preiselastizität in der Regel sehr stark. Dies führt dazu, dass der Gewinn eigentlich nur über Preissenkungen gesteigert werden kann.

Es gibt aber auch viele professionelle Shops, mit stark diversifizierten Besucherquellen und höheren CPC-Geboten auf Google Shopping. In diesen Shops sind die Preiselastizitäten pro Artikel häufig sehr unterschiedlich.

Pricium’s Algorithmus bestimmt für jeden einzelnen dieser Artikel automatisch und dynamisch die Preiselastizität. Und optimiert damit den Preis.

Untersuchung der Optimierungseffekte

Im ersten Bild wird die Besucherzahl dargestellt. Diese zeigt wie üblich von Tag zu Tag Schwankungen. Manchmal sind diese Schwankungen etwas stärker. Das kann zum Beispiel mit saisonalen Effekten zusammenhängen oder sogar mit dem Wetter. Jenachdem welche Artikel im Shop angeboten werden.

Es wird deutlich, dass sich seit Anfang der Optimierung bezüglich der Besucherzahlen in Summe nicht viel getan hat.

Auch die mittlere Konvertierungsrate schwankt von Tag zu Tag. Ein deutlichen Unterschied zwischen der Periode vor und nach Anfang der Preisoptimierung ist nicht erkennbar.

Im Umsatz dagegen kann man hingegen doch schon einen leichten Anstieg erkennen. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Artikel mit starken Preiselastizitäten im Durchschnitt etwas im Preis gesenkt wurden und dadurch deutlich besser verkauft werden können.

Im Verlauf des Gesamtgewinns wird jedoch ein sehr starker Effekt sichtbar - der tägliche Gewinn hat sich seit Anfang der Optimierung signifikant erhöht:

Damit wird klar, wie wichtig es ist, die Preise pro Artikel zu optimieren. Einfach alle Preise zu senken oder zu erhöhen ist für die Gewinnoptimierung meistens nicht zielführend.
Jeder Artikel hat eine andere optimale Marge. Und diese kann sich im Laufe der Zeit auch verändern. Denn die Märkte sind in vielen Fällen sehr dynamisch.

Aus dem Grund ist es gut, einen darauf spezialisierten Algorithmus diese Arbeit machen zu lassen. Denn kontinuierliche, manuelle Auswertungen und Optimierungen aller Artikel wären sehr aufwändig, insbesondere bei einem großem Angebot an Artikeln sehr teuer und damit wirtschaftlich kaum sinnvoll.



Maarten Over, 03-10-2020